Weißbrauen-GrünammerFamilie Passerellidae
Weißbrauen-Grünammer
Chlorospingus pileatus
Auf Spanisch: Tangara de Monte Cejiblanca
- Standvogel
- Regionaler Endemit
Ein Schwarmvogel mit weißer Braue aus dem Hochland der Talamanca-Kordillere und der Zentralen Vulkankordillere.
Die Weißbrauen-Grünammer lebt nur im Hochland von Costa Rica und im Westen Panamas. In Costa Rica kommt sie in der Talamanca-Kordillere und der Zentralen Vulkankordillere vor. Die offizielle Liste führt sie als Standvogel und regionalen Endemiten.
Sie ist ein kleiner, emsiger Vogel und selten allein unterwegs. Lockere Trupps von 5 bis 20 Vögeln ziehen durch den Hochlandwald, oft zusammen mit dem Rostbrust-Stachelschwanz, Waldsängern und anderen Kleinvögeln. Ein gemischter Trupp, der vorbeizieht, lohnt also immer einen genauen Blick.
An den oberen Hängen des Vulkans Turrialba ist sie nach Aussage eines örtlichen Vogelbeobachters oft der am häufigsten angetroffene Vogel in diesem Lebensraum. Damit ist sie eine dankbare Hochlandart für Einsteiger.
So finden Sie sie
Suchen Sie bemoosten Hochlandwald auf und achten Sie eher auf kleine Trupps als auf einzelne Vögel. Sehen Sie nur Finkengrünammern, gehen Sie weiter bergauf, denn diese Art lebt höher. Bleiben Sie stehen, wenn ein gemischter Trupp durch Unterholz oder mittlere Baumschicht zieht, und prüfen Sie jeden Vogel einzeln. Hören Sie zuerst auf das hohe, dünne „tsiit“ und die Rufe einer wandernden Gruppe. Auch Lichtungen nahe dem Wald sind einen Blick wert, denn manchmal wagt sie sich hinein.
So erkennen Sie sie
Der Altvogel hat einen schwärzlichen Kopf, einen weißen Überaugenstreif und eine graue Kehle. In Costa Rica wird die weiße Linie als gezackt beschrieben. Sie verläuft über und hinter dem Auge.
Der Rücken ist olivgrün. Die Unterseite ist gelb und geht am Bauch in Weiß über. Sie ist etwa 13,5 cm lang und wiegt etwa 20 g.
Manche Vögel im Gebiet von Irazú und Turrialba sind grauer und haben unten kein Gelb. Lassen Sie sich dort also nicht verwirren, wenn das Gelb zu fehlen scheint. Jungvögel haben bräunlichere Köpfe, eine mattere Unterseite und einen schwächeren Überaugenstreif.
In Costa Rica gibt es drei Chlorospingus-Arten, und alle haben grünlich-gelbe Rücken und Brust. Am schnellsten bestimmen Sie diese Art am Kopfmuster.
Stimme
Aufnahme: Dan MacNeal, CC BY 4.0, Quelle, gelesen am 4. Nov. 2026.
Verhalten und Nahrung
Sie ist ein Schwarmvogel. Meist zieht sie in kleinen Gruppen von bis zu 20 Vögeln umher, und diese Gruppen schließen sich oft Waldsängern und anderen Kleinvögeln im Unterholz oder in der mittleren Baumschicht an.
In Costa Rica sucht sie bemooste Äste ab, hüpft durch dichtes Gebüsch und stochert in Moos, Flechten und Bromelien. Manchmal hängt sie akrobatisch kopfüber, um Insekten und kleine Spinnen zu finden. Das Nest ist ein massiger Napf aus Moos, Lebermoosen und Bartflechten, und oft füttern 3 oder mehr Altvögel die Küken.
Lebensraum
Sie lebt in bemoostem Hochlandwald zwischen etwa 1600 und 2100 m und wagt sich manchmal auf Lichtungen. Eine costa-ricanische Quelle nennt sie einen häufigen Standvogel in den höchsten Lagen der Zentralen Vulkankordillere und der Talamanca-Kordillere, von etwa 2000 m bis über die Baumgrenze. In der Tilarán-Kordillere ist sie oberhalb von 1600 m ziemlich häufig.
An den oberen Hängen des Vulkans Turrialba ersetzt sie die Finkengrünammer, die weiter unten an den Hängen lebt.
Beste Zeit
Eine costa-ricanische Quelle gibt als Brutzeit Februar bis Juli an.
Ähnliche Arten
Am ehesten verwechselt man sie mit der Finkengrünammer (Chlorospingus flavopectus). Die Weißbrauen-Grünammer hat einen schwärzeren Kopf und eine breite, klare weiße Braue und kommt in höheren Lagen vor. Die Finkengrünammer trägt den Spitznamen Cuatro Ojos, für diese Art fand sich in den Quellen kein solcher Spitzname.
Namen und Überlieferung in Costa Rica
Der costa-ricanische spanische Name ist Tangara de Monte Cejiblanca. Weitere gebräuchliche spanische Namen sind Frutero Copetón und Clorospingo Cejiblanco.
Status und Schutz
Die offizielle Liste der Vögel Costa Ricas führt sie als Standvogel und regionalen Endemiten (R-END), die IUCN stuft sie als nicht gefährdet (Least Concern) ein.
Fototipps
In Tapantí können Trupps von Finkengrünammern in fruchtenden Bäumen andere Vögel verbergen. Eine Quelle nennt die Suche nach einem anderen Vogel darin ein Wimmelbild-Rätsel wie „Wo ist Walter?“. Prüfen Sie jedes Mitglied von Trupps in großer Höhe und achten Sie auf einen schwärzeren Kopf und eine breite weiße Braue.
Woher wir das wissen 15 Quellen, jeweils am angegebenen Datum gelesen
- Wikipedia (es) abgerufen am 2026-11-04
https://es.wikipedia.org/wiki/Chlorospingus_pileatus - EcoRegistros abgerufen am 2026-11-04
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https://www.cloudbridge.org/wp-content/uploads/2020/04/Bird-Species-List-Costa-Rica-13-April-2020.pdf - Cornell Birds of the World abgerufen am 2026-11-04
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https://neotropical.birds.cornell.edu/Species-Account/nb/species/scbtan1 - Flickr (natural history text, Paraiso del Quetzal photo) abgerufen am 2026-11-04
https://www.flickr.com/photos/jobando/26208224472 - Birds for Beer (Turrialba) abgerufen am 2026-11-04
https://birdsforbeer.com/2016/09/22/my-third-chlorospingus/ - Field Guides trip report abgerufen am 2026-11-04
https://fieldguides.com/triplists/crh21b.html - Macaulay Library abgerufen am 2026-11-04
https://macaulaylibrary.org/asset/623236465 - Birding Craft abgerufen am 2026-11-04
https://birdingcraft.com/wordpress/category/costa-rica-bird-finding-guide/