
Familie Bombycillidae
Zedernseidenschwanz
Bombycilla cedrorum
Auf Spanisch: Ampelis Americano (Jilguero Chino)
- Zugvogel
Eleganter Wintergast mit Haube, in großer Zahl nur alle 3 oder 4 Jahre
Der Zedernseidenschwanz ist ein kleiner, eleganter Vogel mit nach hinten gestrichener Haube und leuchtend gelber Schwanzspitze. In Costa Rica ist er ein unregelmäßiger Wintergast. Er kommt von Dezember bis April und bleibt in manchen Jahren bis Mitte Mai.
Große Zahlen erscheinen nur etwa alle 3 oder 4 Jahre, vor allem vom Valle Central nach Süden. In anderen Jahren sieht man nur wenige oder gar keine. Freuen Sie sich also über ihn, wenn das Glück mitspielt, aber rechnen Sie nicht fest mit ihm.
Auf den Reisen, die wir planen, halten wir an fruchttragenden Bäumen in den zentralen Bergen oder im Tiefland von Guanacaste nach einem Trupp Ausschau.
So finden Sie ihn
Achten Sie hoch oben auf Trupps von 5 bis 20 Vögeln. Sie besuchen fruchttragende Bäume, Sträucher und Epiphyten, besonders in teilweise gerodeten Gebieten, Sekundärwald und an Waldrändern. Suchen Sie kahle Baumkronen ab, wo sie oft zwischen ihren Jagdflügen nach Insekten sitzen. Horchen Sie auf die dünnen, hohen Rufe über Ihnen, denn sie rufen oft im Flug. Im nordwestlichen Tiefland lohnt sich ein Blick auf fruchtende Feigen. Seidenschwänze werden auch vom Geräusch fließenden Wassers angezogen und baden und trinken gern in flachen Bächen. Ein Bachufer in der Nähe fruchttragender Bäume ist daher ein guter Ort zum Warten.
So erkennen Sie ihn
Ein kleiner, eleganter Vogel von etwa 16,5 cm Länge.
Gestalt: eine spitze, nach hinten gestrichene Haube, ein kurzer, kräftiger Schnabel, lange Flügel und ein recht kurzer Schwanz.
Altvögel: Kopf und Brust rehbraun, zum Bauch hin in Blassgelb übergehend, Rücken graubraun, Flügel, Bürzel und Schwanz schiefergrau.
Gesicht und Schwanz: eine schmale schwarze, weiß gesäumte Maske, Schnabel und Beine schwarz. Die Schwanzspitze ist leuchtend gelb, die Unterschwanzdecken sind weiß.
Jungvögel: eine kleinere schwarze Maske und gestreifte Unterseite. Ein Teil der Streifung kann bis Januar sichtbar bleiben.
Im Flug: Auffällig sind die spitzen Flügel und der kurze Schwanz mit gelber Spitze. Altvögel können außerdem kleine rote, wachsartige Spitzen an den Flügelfedern zeigen.
Stimme
Aufnahme: Steven J. Røste, CC BY 4.0, Quelle, abgerufen am 4. Nov. 2026.
Verhalten und Nahrung
Trupps sitzen oft eine Weile still. Dann brechen sie plötzlich in Rufe aus und fliegen geradewegs zu einem anderen Baum.
Ein Vogel sitzt oft auf einer kahlen Baumkrone und startet von dort zu Jagdflügen nach Insekten, ähnlich wie ein Königstyrann.
In seinem gesamten Verbreitungsgebiet frisst er das ganze Jahr über Beeren und zuckerhaltige Früchte. In der Brutzeit werden Insekten wichtig. Die Wintertrupps ziehen umher und folgen dem Fruchtangebot. Das erklärt mit, warum sie an manchen Orten und in manchen Jahren auftauchen und in anderen nicht.
Lebensraum
In Costa Rica findet man ihn meist zwischen 500 und 2000 m, bevorzugt in den zentralen Bergen und den nördlichen Kordilleren.
Er besucht fruchttragende Bäume, Sträucher und Epiphyten, besonders in teilweise gerodeten Gebieten, Sekundärwald und an Waldrändern.
Im nordwestlichen Tiefland sieht man ihn gelegentlich allein oder in kleinen Gruppen. Er kann auch im Valle Central auftauchen, etwa in Santa Barbara in Heredia.
Beste Zeit
Er erscheint von Dezember bis April und bleibt in manchen Jahren bis Mitte Mai. Jungvögel können bis Januar noch etwas Streifung zeigen.
Namen und Überlieferung in Costa Rica
Der spanische Name auf der AOCR-Liste lautet Ampelis Americano. Weitere spanische Namen sind Jilguero Chino, Chinito und Ampelis chinito.
Status und Schutz
Die AOCR führt ihn als M, also Zugvogel, und die IUCN stuft die Art als nicht gefährdet ein. In Costa Rica kommen große Zahlen nur etwa alle 3 oder 4 Jahre.
Tipps zum Fotografieren
Kahle Baumkronen sind die beste Wahl, da die Vögel dort oft vor ihren Jagdflügen sitzen. Ein Trupp, der in einem fruchttragenden Baum frisst, gibt Ihnen Zeit zum Beobachten. Schauen Sie im nordwestlichen Tiefland nach fruchtenden Feigen.
Woher wir das wissen 8 Quellen, jeweils am angegebenen Datum abgerufen
- Aves de Costa Rica abgerufen am 2026-11-04
https://www.avesdecostarica.com/Bombycilla-cedrorum.html - Área de Conservación Guanacaste (ACG) abgerufen am 2026-11-04
https://www.acguanacaste.ac.cr/galerie/fotos/fauna-der-acg/26-fauna-del-acg/detail/406-fauna-del-acg?tmpl=component - Flickr (Costa Rica species account, Santa Barbara, Heredia) abgerufen am 2026-11-04
https://www.flickr.com/photos/jobando/39767852615/ - Wikipedia en español (mirror) abgerufen am 2026-11-04
https://es-academic.com/dic.nsf/eswiki/182217 - Wikipedia en español abgerufen am 2026-11-04
https://es.wikipedia.org/wiki/Bombycilla_cedrorum - iNaturalist guide (Birds of Fort Bowie NHS) abgerufen am 2026-11-04
https://mexico.inaturalist.org/guide_taxa/186446 - iNaturalist (Wikipedia text) abgerufen am 2026-11-04
https://www.inaturalist.org/taxa/7428-Bombycilla-cedrorum - iNaturalist Mexico abgerufen am 2026-11-04
https://mexico.inaturalist.org/taxa/7428-Bombycilla-cedrorum